Rot in Rot entsteht ursprünglich, aus einem in der Jugendzeit, zwischen dem Sänger Daniel Weissenbach und dem Pianisten und Songwriter Thomas Castaneda in Tirol gegründeten Projekt und wird in Wien um das Jahr 2003 herum neu formiert.
Anfänglich noch dem englischsprachigen Rockgenre verschrieben, erlebt die Band später in Wien, vielleicht bedingt durch den Einfluss der Großstadt, eine signifikante stilistische Wende. Fortan auf Deutsch, entwickelt Rot in Rot immer mehr einen Stil der bewusst abseits eines sich immer wieder selbst reproduzierenden Mainstreams liegt. Dabei folgt Rot in Rot einer manchmal zerbrechlich wirkenden, manchmal eruptiv anmutenden Songästhetik. Das musikalische Potpourri zeigt sich klar und verständlich - stilistisch streift Rot in Rot in countryeske oder chansonartige Färbungen, nicht ohne immer mal wieder zu raueren, härteren Ausdrucksformen zurückzukehren. Um die Songs, die von düster-minimalistischen Balladen bis hin zu tanzbaren Bettlerhymnen reichen, zu arrangieren, bedient sich die Band einer konservativen Besetzung mit Gesang, Gitarre, Bass, Schlagzeug und Klavier.
In den deutschen Texten geht es um das Überhöhte und Drastische, um den schicksalgebeulteten Menschen, der seinen Platz nicht finden kann. Von „Ruinen von Damals“ über „Nichtigkeiten längs der Zeit“, so Songtitel der Gruppe, bestreiten Rot in Rot ihren Weg hin zur, wie es die Drehangel wehmütig verkündet, “Neuen Einsamkeit“.